Mittwoch, 29. Juni 2011

Die Friedenslinde bei Bronnweiler....



ist ein markanter Baum im BILDERTANZ LAND.
Die Friedenslinde wurde 1871 nach dem Deutsch-Französischem
Krieg auf diesem sonst kahlen Hügel gepflanzt.Unter der Baum
sind Sitzbänke von wo man einen schönen Rundumblick hat.
Auf den Roßberg und nach Gönningen ins Wiesaztal natürlich besonders



Ein Fotograf hat diesen Baum auch als Siegerlinde bezeichnet.
Diese Aufnahme mit der Friedenslinde wurde von Bronnweiler
in Richtung Gönningen gemacht.Die beiden "Starenkästen"
sind rein zufällig...

Bildertanz Foto Doku 6/2011: Werner Rathai

Montag, 27. Juni 2011

Autoaufkleber....gesehen in Gönningen



klare Aussage und wahrscheinlich Naturtheater Fan....

Bildertanz Foto Doku 5/2011: Werner Rathai

50er Jahre: 3 Schulfreunde....



von rechts:
Karlheinz Kiefer-Georg Engelberg-
Werner Rathai ,damals Klasse 5.

Bildertanz Scan Doku: Werner Rathai

Samstag, 25. Juni 2011

Mit dem Wind ins Wiesaztal...



und darüber hinaus ist dieser Ballon gefahren.



Am Startplatz beim Wasenwald wurde von der Crew....



der Ballon startklar gemacht bevor er in den
Abendhimmel abhob und Richtung Gönningen
davonfuhr...

Bildertanz Foto Doku 6/2011: Werner Rathai

Freitag, 24. Juni 2011

Das Service Fahrzeug...



der Volksbank ist im gesamten Bildertanz Land unterwegs.
Hier steht es in Gönningen direkt vor der Volksbank.
Werbefachleute könnten die Freifläche des Fahrzeugs
für optimale Werbung ergänzen.Beispiel:
BILDERTANZ-Gönningen...schauen Sie doch mal rein...


Bildertanz Foto Doku 5/2011: Werner Rathai

Donnerstag, 23. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 38): Geschichte

Eine jüngere Erweiterung des alten Dorfes geschah im Ortsteil Brunnen an der Staig , zwischen der Gass auf die Ay und der Bizen. Seinen Namen hat der Ortsteil von den mehreren Brunnen (Quellen), die dort heute noch fließen. Die Zehntscheuer mit dem Zehnthofliegt mitten in diesem Ortsteil, der sich folgerichtig an dem damaligen Hauptweg hinauf auf die Alb entwickelt hat. In den Grundbüchern heißen die Hofstätten dort noch heute „zu Bronnen“, die dorfauswärts, also „ussen“ gelegenen, heißen im Gegensatz zu den innen, dorfeinwärts gelegenen Hofstätten „zu Bronnen ussen“. Der Staibach, mit dem Kilbach von den Hangenden Äckern her vereint, läuft durch die Bronnengass, die einstmal Merzengass hieß nach einem Mann, der vor unvordenklicher Zeit wohl einmal der wichtigste Anwohner dieser Gass gewesen ist. An der Ecke, wo die Gass zur Ay umbiegt, steht der Dättelerbrunn. Nach diesem Ortsteil Bronnen hat die Staig, die dort beginnt und durch die sanftere Klinge am Rankapf hinauf aufs Roßfeld und weiter über den Rinderberg nach Genkingen führt, vor langer Zeit ihren Namen bekommen: Bronnemer Staig. (Heute heißt sie Roßberg-Staig, der Ortsteil Bronnen ist bei den Gönningern ganz in Vergessenheit geraten): Diesen alten Albauf- und abstieg sperrte man noch im 30-jährigen Krieg als strategisch bedeutsamen Heerweg durch die bekannte Schanze auf dem Roßfeld, senkrecht zu diesem Weg und quer über die ganze Ebene verlaufend.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Jahrgang 1948/49: Ausflug auf die Achalm



Mit Klassenleher Pietsch machten wir Anfang der 60 er Jahre
einen Ausflug auf die Achalm.
Wo waren die Klassenkameradinnen ?

Bildertanz Foto Doku Scan: Werner Rathai

Dienstag, 21. Juni 2011

Vom Bürostuhl aus beobachtet...



der Oberförster in der Nähe von Gönningen
sein Revier.Bequem und drehbar nach allen
Seiten und mit Rollen versehen ist der Platz im
Hochstand viel angenehmer als eine
starre Holzbank.



Hier leuchten die Mohnblumen im Ländle besonders schön...

Bildertanz Foto Doku 5/2011: Werner Rathai

Montag, 20. Juni 2011

Einkehr im Roßberghaus....



vom Wiesaztal wandern wir zum Roßberg hinauf.
Der Turm wird immer mehr zum Antennenturm, damit im
BILDERTANZLAND gute Verbindungen sind.




Nach der schönen Aussicht vom Turm ins Biosphärengebiet
genehmigen wir uns ein Vesper....

Bildertanz Foto Doku 7/2008: Werner Rathai

Sonntag, 19. Juni 2011

Die Magerwiesen unterhalb des Roßberg...



sind auf einer Infotafel im botanischen Garten der UNI Tübingen-
Naturwissenschaftliche Institute...



sehr lehrreich dargestellt.Die Woche der botanischen Garten geht jetzt
zu Ende ,ein Besuch ist jedoch zu allen Öffnungszeiten möglich.

Tipp: Wenn Sie außerhalb des BOTGA ins Käßbachtal laufen kommen Sie
nach ein paar hundert Metern zur geographischen Mitte von Baden-
Württemberg.( Bildertanz berichtete darüber) mit Sitzbänken die der
Bürgerverein Tübingen gespendet hat.

Bildertanz Foto Doku aktuell 6/2011: Werner Rathai

Freitag, 17. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 37): Geschichte

Jeder der Hofstätten bestand aus Hofraitin und einem Garten dahinter; auf der Hofraitin stand das Bauernanwesen mit Wohnhaus und Scheuer. Die allermeisten Häuser im Unterdorf stehen mit dem Giebel zur Straße, senkrecht zu ihnen und hinter ihnen liegt die Scheuer. Die Hausgärten dienen als Wurz- und Küchengarten, als Gras- und Baumgarten. Jeder alte Hof hatte außerdem, unmittelbar außerhalb Etters gelegen, einen Hofanteil an der Bizun-Bize. An ihr hängt noch ein Teil Allmendrecht, sie wurde einstmals aus gemeindlichem Wiesenland ausgesondert, wie die Bünt aus dem Ackerland; die Stücke der Bizun weden, wie die Wiesen, nach Mannsmahd gemessen, meist diesen sie als ortsnächste aumgärten auch als Kraut- und Hanfgärten. Bi-zun heißt „Zaun um etwas herum“, also eingezäuntes Land, eingezäunt wegen seinem besonderen Flurrecht, das es auch aus dem allgemeinem Waidrecht herausnahm. Nach dem Haag, welches die Bizun westwärts abschließt, hat die angrenzende Gasseihren alten Namen Haaggasse bekommen, später zu Hagelgasse entstellt, heute Gartenstraße genannt.
Ein Zubehör der alten Höfe war darüber hinaus das Ackerland in den 3 Zelgen in Gemenglage, ein- und zweimähdige Wiesen, vielleicht einige Egarten auf Allmand und besonders die Nutzung der Wäsen und des Waldes mit Waid und Holz und einige sonstige kleinere Allmandrechte.
Zum alten Dorf zählte noch die frühe Ausbausiedlung unbekannter Größe, genannt Unterhofen unter der unteren Herrenmühle, zwischen Wiesaz und dem ehemaligen Sträßle, heute Tübinger Straße; ferner zählte dazu noch auf der Tuffterassenhöhe des oberen Gefälls die Siedlung Oberhofen. Beide sind, abgesehen vom erhalten gebliebenen Flurnamen, längst ohne Spur abgegangen.
Unter- und Oberhofen, wie auch der Weiler zwischen den Bergen, Öschingen zu, sind ihren Namen nach Siedlungen der ersten, sogenannten merowingischen Ausbauzeit.

Vor 100 Jahren: Eine Kleinfamilie...


... möchte man sagen. Heute wären allerdings vier Kinder bereits eine Großfamilie.
Bildertanz-Quelle: Familie Lengwin

Mittwoch, 15. Juni 2011

Post von Dorothe: "Hurra, ich habe es geschafft!"

Seit heute ist Dorothe Liehmann
Mitautorin in unserem Gönninger Blog.
Sie betreut das Heimatbuch von 1952.
HERZLICH WILLKOMMEN, liebe Dorothe!
Du bist die große Hilfe aus dem Hohen Norden.
(Dorothe ist in Gönningen zur Schule gegangen
- und eine eifrige Leserin unseres Blogs.)

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 36): Geschichte

Gönningen, das Dorf
Darunter verstehen wir das alte bäuerliche Dorf, wie es war in der Zeit vor der stöfflerischen Stadtgründung.
Das Urdorf dehnte sich aus von der unteren bis zur oberen Wiesazfurt. Im unteren Teil liegt in stattlicher Ausdehnung der Herrenhof, umgeben von den Einzelfluren seines Herrenlandes: Brühl, Bünt mit Imengärtlin, der Bizenteil zum Herrenhof zwischen Seebachhohlweg und Haagengass; auf dem östlichen Wiesazufer wahrscheinlich die Flur Unterhofen mit der Unteren Mühle, der Imtl (die Bedeutung des Namens ist unbekannt, er rührt aber sicher nicht von „im Tal“ oder „Ämtle“ her), in seiner Fortsetzung der Herrenbomgarten bis zum Hochgesträß mit seinem Schafhof am Biegel; jenseits, der Burg zu, das weiträumige Ackerland zum Fronhof, die Braitin („Braike“) genannt bis hin zum Weiher. Wahrscheinlich gehört auch dieser noch zum Herrengrund, denn die Anlage eines Fischweihers ist ein übliches Herrenunternehmen.
Ober dem Fronhof zu beiden Seiten der Bachgasse (wenn wir die heutige Hauptstraße im Unterdorf so nennen dürfen, denn durch sie floß inmitten ein Bach, und zu Platzregens- oder Überschwemmungszeiten war sie noch nach den Berichten älterer Leute ebenso Bachbett wie Dorfweg) bis hinauf zum Markt dehnte sich das eigentliche Bauerndorf , 10 Höfe stark. Wie aus der Karte hervorgeht, sind es zu beiden Seiten je 5 Höfe; so etwa lassen sie sich noch heute aus den alten durchgehenden Grenzlinien herauslesen; indessen sind die Hofstätten und Hofraiten durch Erbteilung vielfach fast bis zur Unkenntlichkeit unterteilt, und auf einer einzigen alten Hofstatt stehen heute mehrere Häuser, ja, am Beckengässle ist ein ganzer Hinterhof in die Gärten hineingebaut worden.

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Fortsetzung folgt

Dienstag, 14. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 35): Geschichte

Das Haupteinkommen der Herrschaft an Bargeld bestand zu Gönningen aus den soge­nannten ewigen und unablösigen Hellerzinsen, aus Häusern, Hofraiten, Scheuern, Äckern, Wiesen und Gärten. Dies gilt wenigstens für die Zeit, als die Zehntfrüchte noch in Naturalien abgeliefert wurden und noch nicht in Geld abgelöst waren. Es nimmt im Jahr 700 an solchen Hellerzinsen die Herrschaft jährlich 76 Gulden, 37 Kreuzer ein. Diese Hellerzinse sind Grund­lasten, die auf einer Liegenschaft ruhen und die jeder Inhaber Jahr um Jahr und durch Jahrhunderte hindurch unverändert der Herrschaft erfüllen muß, meist auf Martini. Die Her­kunft dieser Hellerzinse, besonders sofern sie auf einzechten Güterstücken ruhen, ist oft dunkel. Die Hellerzinse bestehen seit unvordenklichen Zeiten und niemand weiß mehr, wann, von wem und wie sie gesetzt worden sind. Nicht auf allen Häusern und einzechten Gütern ruhe diese Grundlasten, insbesondere fällt auf, daß die großen Häuser im Unterdorf, welche auf altem Herrengrund stehen,m zinsfrei sind. Der zinsfreie Besitz an allerleit Liegenschaften, sofern er nicht aus altem Herrenbesitz herrührt, ist vielleicht auch eine letzte Erinnerung an die Gemeinfreiheit der Geburschaften. Die Zinse und Gülten, welche auf den zweimal 13 Lehen liegen, sind verständlich, denn sie entsprechen dem heute noch üblichen Pachtzins, da es sich in den Lehen eigentlich um Eigentum des Lehensgebers handelt, welches er an einen Pächter (Beständer) um eine gewisse Gegenleistung in Geld, Naturalien oder Diensten ausgibt. Die Lehen sind aber der Pächter Erbgut, d. h. es folgt das Lehen im Erbgang der Blutslinie der Inhaber, während die mit Hellerzinsen oder Gülte (Frucht, Eier, Hühner, Gänse, Schweinsschultern, Käse, Pfeffer, Wachs usw.) belasteten einzechten Grund­stücke der Zinser Eigentum sind.

Alle diese Hellerzinse in Geld oder Ware sind dem Schulthaißen zu Gönningen zu überant­worten, welcher die Einkommen dann auf der Herrschaft Kasten in die Kellerei nach Tübingen liefert, während die Gültfrüchte in Fron, d. h. ohne Entlohnung durch die Herr­schaft, ebendorthin geführt werden müssen.

Abgesehen von den 3 Mahlmühlen geben 41 Einheiten ewige Hellerzinse. Unter einer solchen Einheit ist gewöhnlich ein bäuerliches Anwesen mit Haus, Scheuer, Hofraitin und Garten zu verstehen. Manchmal stehen aber auf einer solchen alten Hofstatt mehr, bis zu 4, Häuser und auch mehr als eine Scheuer; einige Hofstätten sind leer werden als Garten ge­baut. Meist sind an einer solchen Zinseinheit mehrere Inhaber beteiligt, gewöhnlich Ver­wandte, die im Erbgang durch Freiteilung ihren Anteil bekommen haben. Insgesamt stehen im Jahre 1700 auf den genannten 41 Zinseinheiten 56 Häuser. Es ist kein Zweifel, daß da­mals unser Gönningen bei rund 600 Einwohnern nicht nur 56 Häuser gezählt hat. Es werden beispielsweise im Unterdorf im Jahre 1763 allein 45 und im Ortsteil Bronnen 21 Wohnhäuser ohne Scheuern gezählt. Es mjuß also entsprechend den zinsfreien Feldstücken auch noch eine ganze Reihe von zinsfreien Hofstätten gegeben haben.

Sonst sind an einzechten Gütern mit ewigen Hellerzinsen belastet 51 ¾ Mannsmahd Baumgarten, 2 ¼ Mm Hanfgarten, 169 ½ Mm Wiesen und 155 ¾ Jauchert Äcker. Wenn man dagegenhält, daß im Jahre 1761 zu Gönningen eine Gesamtackerfläche von 1183 Morgen in allen 3 Zelgen, 442 Mrg. Wiesen und 171 Mrg. Gärten und Länder gebaut wurden, also ins­gesamt rund 1800 Morgen, so kann man ermessen, daß nur ein ganz kleiner Teil der Grundstücke mit der Grundlast ewiger Hellerzinse belastet war, wenigstens soweit sie der Kellerei Tübingen, d. h. der Herrschaft Wirtenberg fällig waren.

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Montag, 13. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 34): Geschichte

Neben den noch zu erwähnenden Hellerzinsen aus Häuser, Gütern und Lehen nimmt die Herrschaft hier das Umgeld ein: „was zue Gönningen von Wein vom Zapfen geschenckht würdt, davon gehört der Herrschafft Württemberg die Zehente Maas zue Umbgelt, und ist des niemand frey“

Es ist dieses Umgeld also eine 2. Steuer auf den Wein neben dem Weinzehnten, dem soge­nannten Bodenwein, von dem wir schon gehört haben. Während Letzeres eine Erzeuger­steuer ist, ist Ersteres eine Umsatzsteuer. Sie wird erhoben von den Gast- oder Schildwirten, die ordnungsgemäß und regelmäßig Wein schenken, wie auch von den Gassenwirten, welche in Besenwirtschaften ihren selbst gebauten Wein ausgeben. Umgelter waren ge­wöhn­lich zwei des Gerichts. Auch für die fürstliche Erläubnis, eine Kelter erbauen und betreiben zu dürfen, mußten die Gönninger einen jährlichen Kelterzins der Herrschaft reichen, nämlich 10 Schilling Heller.

Das Recht der Faselviehhaltung war ein altes Herrenrecht. Entweder wurde das Faselvieh, also Stier (Hagen), Bock, Eber, auch Hengst auf dem Fronhof selbst gehalten, oder aber wurde das Recht an den Priester abgetreten; der es als ein Zubehör zu seinem Widumhof ausübte, welcher selbst ja wieder ein altes Stück des Herrenhofes war. Von diesem Recht der Zuchtviehhaltung auf dem Herrenhof ist hier garnichts mehr bekannt, auch nicht von dem des Widumhofes. Wie ersterer so ist auch letzterer längst zerschlagen, bis wir in der urkund­lich erhellten Zeit Nachricht über sie bekommen. Wohl gibt es noch in Gemenglage mit dem anderen Feld Widumgüter und ein „Widumbhöflin“ und zwar in bürgerlicher Hand, aber die alte Einheit Widumhof ist aufgelöst, wie überhaupt zu Gönningen auffallend viel Herrenrecht und sehr früh schon in Bürger- oder Gemeindehand gekommen ist. Seit der nachrichtlich belegbaren Zeit hält das Faselvieh die Gemeinde, bis heute.


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Sonntag, 12. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 33): Geschichte

Ein altes Herrenrecht ist am Wasser hängen geblieben. So blieb das Fischrecht in der Wiesaz in der Herrschaft Hand, seit längerer Zeit gehört es der Gemeinde. Im ganzen Lagerbuch von 1700 steht merkwürdigerweise niemals der Name Wiesaz, sondern sie ist immer nur bezeichnet mit „der Herrschaft Bach“ oder „Bach“ schlechthin. Nach dem ge­nannten Lagerbuch genießt das Fischwasser damals der Obervogt zu Tübingen, vor der Zeit sei es von der Herrschaft selbst gefischt und genossen worden, „doch soll der Genuß gar schlecht seyn!“ Das Fischwasser beginnt im Gefäll (Wasserfall bei dem Pappenwerk) an dem herrschaftlichen Oberen Brühl und geht bis zur Bronnweiler Mark. Obwohl der „Vorhennen Bach (Forellenbach) oder Fischwasser zu Gönningen“ der Herrschaft Eigentum ist, haben die von Gönningen doch das Recht, ihre ausgedehnten Wasserwiesen daraus zu wässern, „aber der Herrschaft und den Müllern ohne Nachthail und Schaden“. Überlicherweise verlangt die Herrschaft für dieses Wässerrecht ein Wassergeld, doch ist in dem Lagerbuch nichts (oder nichts mehr) darüber berichtet.

Es fällt auch auf, daß Gönningen steuerfrei ist, d. h., es bezahlt keine jährliche Steuer, wie etwa die Orte des alten Amtes Pfullingen in ihrer Oster- und Herbststeuer. Es ist nicht bekannt, welche Ursache diese Gönninger Steuerfreiheit hat. Überhaupt muß gesagt werden, daß Gönningen im Vergleich zu vielen Orten der Nachbarschaft unverhältnismäßig beschwerdefrei ist: es bezahlt keine rechte Steuer, es ist fast nicht bekannt von allerlei Frondiensten, es müssen auch keine Jagdfronen geleistet werden, wie etwa es die Gemein­den im Ächaztal verpflichtet waren, wo die waidlustigen wirtenbergischen Fürsten ihre Jagd­sitze hatte. Möglicherweise liegt die Ursache für diese auffallende Beschwerdefreiheit in Ge­rechtigkeiten, die einstmals der Stadt vom Stadtherren verliehen worden sind.

Bemerkenswert ist, was das Lagerbuch über „eines Schulthaißen Beynutzung“ enthält. Dem­nach hat der Schulthaiß zu Gönningen, also der Mann, welche die herrschaftlichen Rechte und Einkünfte am Ort wahrnimmt, keine andere „Beinutzung“ im Sinne eines Entgelts für sei­ne Mühe, als daß ihm in allen Schatzungen und in allen bürgerlichen Beschwerden seitens des Fleckens Gönningen von seinem schatzbaren Vermögen 100 Gulden frei gelassen werden.


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1957: 100 Jahre Männer-Gesang-Verein


Bildertanz-Quelle: Familie Leuthe

Samstag, 11. Juni 2011

Gönninger Heimatbuch von 1952 (Teil 32): Geschichte

Es geht weiter mit der "Geschichte Gönningens", wie sie in dem 1952 erschienenen Heimatbuch erzählt wird. Eine Gönningerin, die heute im Norden lebt, hat die Aufgabe übernommen, den Text zu erfassen. Sie heißt Dorothe Liehmann. DANKE, liebe Dorothe! Sie wünscht uns allen ein Frohes Pfingstfest. Und das wünschen wir ihr natürlich auch. Übrigens: Wenn Sie Fotos haben, mit denen Sie unseren Blog anreichern wollen, stellen Sie uns diese doch zur Verfügung. Email an: bildertanz@aol.com

Auch an den Gönninger Mühlen sind in den uns bekannten Lagerbüchern die Herrenbesitz-rechte erloschen, d. h. sie sind mit dem Eigentum an den Müller übergegangen und die Herrschaft bezieht aus ihnen lediglich einen jährlichen unablöslichen Hellerzins von 5 bzw. 6 Pfd. Daß die 3 Mühlen zu Gönningen aber einstmals herreneigene Mühlen gewesen sind, das er-kennen wir noch an ihrer Eigenschaft als Bannmühlen. Es mußten nämlich in der Wieters-locher Mühle die Öschinger mahlen und in der Unteren und Oberen Mühle je umschichtig mit jährlichem Wechsel die Hälfte der Gönninger Mahlleute. Nur der Herr, der mit der Ortsgewalt von Zwing und Bann ausgestattet war, konnte diesen Bann, diese Verfügung über Mühlen und Mahlleute als seinen Eigenleuten bestimmen. Aus der Tatsache, daß die Öschinger in die Mühle zu Wietersloch, nahe der Markungsgrenze gegen Bronnweiler und an einer alten Wiesazfurt gelegen, gebannt waren, darf man schließen, diese Mühle sei eine alte Stöffle-rische Mühle gewesen, denn sonst hätten die Öschinger nicht hierher zum Mahlen gebannt werden könne. Öschingen aber zählte einstmals zur Herrschaft Stöffeln.
Die Untere Mühle, zuletzt bekannt als Staigersche Mühle, im Unterwässer, nach dem 1. Welt-krieg leider abgebrochen, hat mit aller Wahrscheinlichkeit zum unmittelbar benachbarten Fronhof gehört, wogegen die Obere Mühle ob der oberen Wiesazfurt im Haigsträß gelegen, vielleicht wieder eine stöfflerische Mühle ist, denn sie liegt unmittelbar zwischen der alten Stadtmauer und der Wiesaz und scheint bei der Stadtplanung seinerzeit ausdrücklich aus-gespart worden zu sein. Eine Erinnerung an das Herren an diesen 3 Mühlen besteht darin, daß noch im Jahr 1700 die von Gönningen verpflichtet waren, den Müllern zu ihren Ge¬bäu-den das nötige Zimmer- und Bauholz aus der Gemeinde Wäldern zu geben.
Zur Ergänzung sei noch gesagt, daß die Talmühle einstmals wohl auch noch zu Gönningen gehört hat, was ein Blick auf die Flurkarte sofort offenkundig werden läßt; die Mühle wurde aber von der Genkinger Ortsherrschaft, damals dem Kloster Pfullingen, den Gönningern streitig gemacht. Außerdem stand noch eine Mühle ob dem heutigen Tuffsteinwerk in der Flur genannt „im Mühlhof“ und „beim Mühlbrunnen“. Die Mühle ist längst abgegangen, ohne außer dem Namen irgendwelche Spur zu hinterlassen. Bauherr und Bauzeit, auch die Zeit des Abgangs dieser Mühle sind nicht mehr bekannt.


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Zur 900 Jahr Feier Gönningen...



wurde dieses schöne Holzschild von Josef Kehl gefertigt.
Dieses Schild ist an der historischen über 450 Jahre alten
Ziegel-Linde an der Hechinger Straße angebracht.

Bildertanz Foto Doku 3/2007: Werner Rathai

Donnerstag, 9. Juni 2011

Naturparadies...



mit Aussichtspunkt am See...



Tuffsteine etwas versteckt...




und ein Sitzplatz mit Grillstelle, eine Oase der Ruhe.

Bildertanz Foto Doku 5/2011: Werner Rathai

Dienstag, 7. Juni 2011

das höchste Gebäude im Flecka....



und weithin sichtbares Wahrzeichen ist die...



evangelische Peter & Paul Kirche.In Gönningen ist die
Kirche mitten im Dorf.Hier der Schaukasten mit aktuellen
Terminen und Aktivitäten der Kirchengemeinde....



und hier eine Infotafel des schwäbischen Albvereins
über die Geschichte dieser Kirche.In ganz Gönningen
sind Infotafeln über historische Gönninger Bauwerke
von enagierten Bürgern erstellt worden.DANKE für
hervorragende Arbeit über Gönninger Geschichte.

Bildertanz Foto Doku5/2011: Werner Rathai

Montag, 6. Juni 2011

Der Schotter kommt von...



dr Alb ra, nämlich vom Nachbarort Genkingen....



vom Schotterwerk Herrmann. Hier können Sie die Geologie..



der Schwäbischen Alb authentisch sehen.
Seit vielen Jahrzehnten



werden die verschiedenen Baustellen im Bildertanzland mit
Genkinger Schotter versorgt. Hier der Bedarf an der Ladestation..

Bildertanz Foto Doku 7/2010: Werner Rathai

Sonntag, 5. Juni 2011

Gruppenbild mit 21 Frauen...


... aus einer Zeit, als die Senioren noch Omas hießen und schwarze Kleider trugen, die Mädchen lange Zöpfe und weiße, mitunter geblümte Kleider trugen.
Bildertanz-Quelle: Familie Lengwin

Mittwoch, 1. Juni 2011

Gönningen - eine Postkartenschönheit


... und beim ihrem Orts-Check (fürchterliches Wort) meint denn auch der GEA jene Bürger zitieren zu müssen, die Gönningen zum schönsten Vorort von Reutlingen erklären. Aber Gönningen ist mehr als nur ein Vorort. Gönningen ist ein Dorf. Und die Reutlinger sollten stolz sein auf ihre Dörfer.
Bildertanz-Quelle: Familie Lengwin